Nahe Zeitung vom Donnerstag, 2. Juli 2009, Seite 26.

Wanderer auf neuem Weg in Sien unterwegs

Dippelbrüder St. Julian wurden schnell aktiv - Ortschef Schützle freut sich

Während anderswo im Kreis Birkenfeld Traumschleifen entstehen, gehen die Siener in Sachen Tourismus und Wandern eigene, aber nicht minder erfolgreiche Wege.

SIEN. Der Name passt: "Siener Wind" nennt sich ein sogenannter Permanenter Wanderweg, den die Dippelbrüder St. Julian, die künftig auch die Wegepflege übernehmen, dieser Tage offiziell eröffnet haben. Die etwa zehn Kilometer lange Strecke, die durch den Ort und an den mit Info-Tafeln versehenen historischen Gebäuden vorbeiführt (die NZ berichtete), kann übers ganze Jahr erwandert werden. Der Wertungsstempel wird für das Internationale Volkssportabzeichen angerechnet.

Nachdem der erste Permanente Wanderweg in St. Julian sehr gut ankam und pro Jahr 500 "Sohlensportler" aus ganz Deutschland sowie Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich und der Schweiz anlockte, wurde aus der im Frühjahr geborenen Idee, einen weiteren beschilderten Wanderweg zu errichten, schnell Wirklichkeit, freut sich Ortschef Otto Schützle im Gespräch mit der NZ.

Mehr als 50 Wanderer aus Saarbrücken bis Luxemburg waren angereist, um an der Eröffnung in Sien teilzuhaben. Nur positive Kritik über abwechslungsreiche und angenehm begehbare Wege auf einem 320 bis 406 Meter hohem Plateau waren Dank für die Mühe und Arbeit. "Somit leisten die Dippelbrüder St. Julian mit der Siener Gemeinde einen weiteren Beitrag zu einer sanften touristischen Entwicklung", betont Schützle. Der Ort habe schließlich manche Sehenswürdigkeiten zu bieten und müsse endlich bekannter werden.

Die Startkarten können Wanderlustige in der Tankstelle Sigurd Schmidt und im Gasthaus "Zum alten Schloss" erweben, wo auch Übernachtungsmöglichkeiten angeboten werden: "Das Angebot kommt gut bei den Wanderern an. Das zeigt die Nachfrage der vergangenen Tage seit der Eröffnung bereits eindeutig."

Die Dippelbrüder gibt es seit 1974; noch im gleichen Jahr traten sie dem Dachverband, dem DVV (Deutschen Volkssport-Verband), bei, welcher wiederum im IVV (Internationaler Volkssport-Verband) Mitglied ist. Der Verein besteht mittlerweile aus rund 300 Dippelbrüdern, verteilt auf mehr als 40 Ortschaften.    (vm)